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Kulinarisches Amerika – mehr als nur Fast-Food

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Das ist ein toller, lauwarmer Nachtisch für ein Frühlingsmenü: Auf herb-vanillige Rhabarber-Stückchen, eine Art Kompott, kommen süß-zimtige Streusel mit braunem Zucker. Das Dessert lässt sich in einer großen Auflaufform oder in Portionsgläschen zubereiten. Wusstet ihr, dass Rhabarber eigentlich aus Zentralasien stammt und lange Zeit vor allem als Medizinpflanze angebaut wurde? Er soll zB. Verdauungsbeschwerden und Entzündungen lindern. Dass er auch schmeckt, wurde erst lange, nachdem ihn Händler nach Europa gebracht hatte, in Frankreich und dann in Großbritannien entdeckt. 1770 schickte Benjamin Franklin von London aus eine Kiste Rhabarberstauden nach Nordamerika – und ab 1850 findet man Rhabarber dann auf vielen Farmen im Norden des Landes. In den Südstaaten gedeiht er nicht so gut, dort ist es der Pflanze zu warm. In den USA verbreiten vor allem die „Pennsylvania Dutch“ den Ruhm des Rhabarbers. Bei ihnen war Rhabarber so beliebt, dass er einfach nur „Pie Plant“ hieß. Außer im gedeckten Rhubarb Strawberry Pie (Rezept auf USA siehe hier, nicht unbedingt ein Anfänger-Backwerk)  landet die Frucht, die eigentlich ein Gemüse ist,  auch in flott gebackenen Muffins oder einer Art süßer Fruchtsauce. Kann man den Rhubarb Crumble abwandeln? Aber sicher. Meinem Mann zum Beispiel ist Rhabarber solo viel zu herb, daher ersetze ich […]
Für mein zweitliebstes Kochgerät: Die Top 10 der Airfryer Rezepte aus den USA von süß bis pikant, aber immer superknusprig und weniger kalorienreich als aus der echten Fritteuse. Der Slowcooker als mein Lieblings-Kochgerät (für das es ja eine ganze Webseite gibt – slowcooker.de) ist in Gefahr, abgelöst zu werden. Und zwar vom … Airfryer, Heißluftfritteuse auf deutsch. Echte Fritteusen mit ihrem Ölbad habe ich ja schon vor langer Zeit für böse erklärt (siehe Rezepte für Apple Fritters a la Dunkin Donuts oder Quarkspitzen), weil sie mich ständig in Versuchung führen würden, zu frittieren und Frittiertes zu essen. Beim Airfryer muss ich diese Vorbehalte nicht haben: Hier kommt man mit viel weniger Fett aus und erzielt trotzdem ein superknuspriges Ergebnis. Und zwar ein besseres als im Backofen – eigentlich ist die Heißluftfritteuse ja eh nur ein Heißluftbackofen auf Speed. Und als solcher schafft er immer noch kein ordentlich Fettgebackenes, aber immerhin geniales Gemüse, Snacks oder Fisch. Welche Heißluft-Fritteuse ist die Beste? Naja, anders als bei Slowcookern habe ich hier keine Testreihen veranstaltet. Ich besaß nur als erstes das (nicht gerade billige) Gerät eines namhaften deutschen Herstellers, dessen Korb ich irgendwie blöd fand, weil er hoch und schmal war. Darin musste man […]
Roadkill Chicken liegt durch eine besondere Schneidetechnik flach auf dem Blech (daher „Platthuhn“) und wird mit einer würzigen Marinade gegrillt oder im Backofen zubereitet. Schon ein bisschen makaber, ne? Weil dieses Geflügelgericht einem plattgefahrenen Huhn am Straßenrand ähnelt, heisst es „Roadkill Chicken“. Dabei handelt es sich „nur“ um ein besonders zerteiltes Stück Fleisch, das schneller gart und saftiger bleibt, weil es flacher auf dem Blech (oder auf dem Grill) liegt. Die süßlich-scharfe Marinade sorgt für guten Geschmack und idealerweise gart ihr gleich Ofengemüse mit, um die Ofenhitze auszunutzen. Versucht zum Beispiel die Holiday Roasted Veggies, Sweet Potato Chickpea Mix oder Potato Wedges. Wie wird das Hähnchen für „Roadkill Chicken“ vorbereitet? Das ist wirklich einfach: Ihr legt das Hühnchen auf die Brustseite und schneidet mit einem Sägemesser oder einer Geflügelschere links und rechts neben dem Rückgrat komplett von oben nach unten durch. Den Knochenstrang könnt ihr dann einfach entnehmen (und möglicherweise mit anderen Fleischabschnitten zu Hühnerbrühe kochen). Wenn ihr das Huhn nun auseinandergeklappt auf die Innenseite legt, ist es ziemlich flach. Drückt gegebenenfalls nochmal fest mit der Hand aufs Brustbein, um es noch flacher zu machen – klingt martialisch (ist es auch), aber das Tier ist ja schon tot… Tipp am […]
Malted Milk Maltesers Cookies sind wunderbar vanillig-milchige Cookies, am Rand knusprig, innen weich. In den Teig kommen Malted Milk Powder und zerhackte Maltesers-Kugeln. Damit ich meine Figur auch bei meiner ständigen Backerei und Kocherei halbwegs halte, muss ich mich bei Weingummi, Schokolade, Chips sehr stark bremsen. Gelingt mir mit unterschiedlichem Erfolg – aber überwiegend sehr schlecht, wenns um Maltesers geht. Ich liebe diese Schokokügelchen mit der knusprig-luftigen hellen Füllung aus Malzmilch-Pulver (und Zucker natürlich). Wie schmecken Malted Milk und Maltesers Cookies? Was einen zu der Frage bringt, wie Malzmilch-Pulver schmeckt , wenn man das in den USA sehr verbreitete Zeugs (bekannteste Markennamen: Horlicks und Nestle Carnation) nicht kennt. Hmm, schwer zu sagen: Irgendwie leicht karamellig, leicht geröstet, irgendwie subtil getreidig und zugleich etwas salzig, sehr milchig. Das Pulver aus gemälzter Gerste und Weizen, Milchpulver und zugesetzten Vitaminen (und manchmal Zucker) ist superlange haltbar und wird – in Milch oder Wasser aufgelöst – als nahrhaftes Heißgetränk genossen (eine andere Art zu sagen, das Zeugs hat haufenweise Kalorien). Durch die Mischung mit  Milchpulver vertieft es vanillig-milchige Noten in Desserts. Vanillig-milchig – das trifft auch den Geschmack dieser wunderbaren Maltesers Cookies, in denen auch noch eine großzügige Portion zerhackter Malteser-Kugeln landet – needless […]
Im Ofen oder Air Fryer gebackene Onion Rings sind viel fettärmer als die frittierte Variante – aber genauso lecker! Sie passen gut als Beilage zu kurzgebratenem Fleisch oder zu Burgern – oder esst sie als Snack mit einer Dipsauce. Angeblich gibt es ein Rezept in einem uralten britischen Kochbuch von 1802, in dem Zwiebelscheiben (nicht unbedingt Ringe) in einen Teig getaucht und dann in Schmalz frittiert werden. Auch eine Sauce habe es laut Wikipedia seinerzeit schon dazu gegeben – eine Mischung aus Butter und Senf. In den 1920er Jahren sollen dann Köche der texanischen Restaurantkette Pig Stand (die das Drive-In-Konzept erfunden hat) Zwiebelringe paniert und frittiert haben. Jedenfalls sind Zwiebelringe in den USA sehr beliebt – in D gibt es sie traditionell bei Burger King, wogegen McD noch nie Onion Rings im Angebot hatte. Grund sei angeblich, dass diese zu aufwändig und teuer in der Herstellung seien. Das kann ich ein bisschen nachvollziehen: Ihr braucht drei Schüsseln für die „Panierstraße“ und versaut euch eure Hände schon ganz ordentlich. Aber durch die Zubereitung im Backofen oder Heißluftfritteuse spart ihr, wenn auch keinen Abwasch, immerhin Fett. Die Ringe werden nur dünn mit Fett besprüht und trotzdem schön knusprig. Welche Zwiebelsorten eignen sich […]
English Muffins sind kleine, flache Hefeteigbrötchen, die in der Pfanne gebacken werden. Sie sind die ideale Unterlage für amerikanische Frühstücksgerichte. Auf gehts zum #hefeteigboom! Kurz vor Ostern trifft sich die Boom-Bloggertruppe, um sich dem Thema Hefeteig zu widmen. Schaut mal ganz unten in den Beitrag, was die andern so gezaubert haben – da sind grandiose süße Sachen dabei! Bei mir gibt etwas „neutrales“, also weder süßes noch salziges – English Muffins. Was sind English Muffins? Hier bei USA kulinarisch habt ihr (und ich) sonst mit amerikanischen Muffins zu tun, also kleinen Kuchen aus einem schnellen Rührteig, ob nun pikant oder süß. Sie werden in einer speziellen Muffinform mit Vertiefungen gebacken. English Muffins sind etwas ganz anderes, ihr kennt sie wahrscheinlich als „Toasties“ – kleine, flach-runde Brötchen aus Hefeteig. Sie werden meistens halbiert und geröstet serviert und sind ein beliebtes Frühstücksgericht, zum Beispiel als Basis von Eggs Benedict, Egg McMuffins oder anderen Breakfast Sandwiches. Sie schmecken aber auch pur, zum Beispiel mit Frischkäse und Marmelade. Oder mit Peanut Butter & Jelly! English Muffins selber machen Die plastikverpackten „Toasties“ gibt es ja inzwischen bei jedem Discounter für günstiges Geld. Die selbst gemachten schmecken ungleich besser und machen – bis auf die Wartezeit […]
Darf ich euch unser neues Kochbuch vorstellen? In „Cook across America“ reisen wir mit 66 Kultrezepten, Geschichten und Porträts kulinarisch die legendäre Route 66 entlang. Jeder Schriftsteller möchte irgendwann den großen amerikanischen Roman schreiben. Nun, da ich mehr Schreiberin als Schriftstellerin bin, ist es in dem Fall so etwas wie das große amerikanische Kochbuch geworden. Dank meiner Co-Autorin Petrina eines mit Kulturteil! Als ess- und USA-begeisterte Journalistinnen kombinieren wir in unserem zweiten gemeinsamen Buchprojekt nachkochbare amerikanische Rezepte mit esskulturellen Geschichten entlang der Route 66 und fragen Experten nach ihren Ideen. Klimawandel und Kekse in einem Buch sozusagen – und als „Cook across America“ ab dem 27. März überall im Buchhandel erhältlich. Bestellt es gerne bei Amazon* oder bei Genialokal vor! Cook Across America // Gabriele Frankemölle, Petrina Engelke 66 Kultrezepte entlang der legendären Route 66 – Gerichte. Porträts. Geschichten. 224 Seiten, ca. 100 Abb., Format 19,3 x 26,1 cm Hardcover // Christian Verlag ISBN: 978-3-95961-802-1 € [D] 29,99 // € [A] 30,90 // sFr. 40,50 Wie aus einer Leseridee ein Buchprojekt wurde Die Arbeitsteilung „Gabi entwickelt Rezepte, kocht und fotografiert“ und „Petrina recherchiert Sachthemen und führt Interviews“ hatte sich schon bei unserem ersten gemeinsamen Projekt American Christmas bewährt. Und offenbar auch unseren Leser*innen […]
Für diesen schnellen und einfachen Pear Cake (Birnenkuchen) braucht ihr nur wenige Zutaten und müsst die Früchte nicht einmal schälen. Walnüsse sorgen für den Crunch. Mit Birnen habe ich genauso ein Glück wie mit Avocados: Heute wandern sie in den Obstkorb, weil sie noch viel zu hart sind. Und kaum schaue ich morgen  wieder drauf, sind sie viel zu weich und müssen ++dringendst++ aufgebraucht werden. Für genau diese Situation (und für Birnen, nicht Avocados, da empfehle ich Guacamole!) habe ich ein spezielles Rezept. Das ist superschnell und kinderleicht gemacht, zudem benötigt es nur wenige Zutaten. Das Ergebnis ist ein aromatischer und saftiger Kuchen mit Walnuss-Crunch, der schon eine gute Stunde nach Beginn des Teigrührens auf dem Tisch steht. Weiterer Vorteil des „Pear Cake“: Ihr müsst die Birnen nicht einmal schälen, es reicht, wenn ihr mit einem Melonenkugel-Ausstecher (falls ihr so etwas habt) das Kerngehäuse rund ausstecht. Dann werden sie auf einer Gemüsereibe geraspelt. Ihr könnt sie natürlich auch in kleine Stücke schneiden (5 x 5 mm) oder kurz in den Thermomix werfen. Wie lagert man Birnen am besten? Um Birnen so lange wie möglich frisch zu halten, ist es wichtig, sie richtig zu lagern. Die ideale Lagertemperatur für Birnen liegt […]
Speck-Zwiebel-Muffins sind bei uns beliebtes schnelles Abendessen – und die Zutaten hat man vermutlich eh im Vorrat. Muffins müssen nicht zwangsläufig süß sein. Probiert doch mal Speck Zwiebel Muffins als herzhafte Version – bei uns gibt es die als leichtes Abendessen mit einem frischen Salat dazu. Sie sind schnell und unkompliziert zu backen. Und man hat Gelegenheit, die in Vergessenheit geratene Muffinform mal wieder zu nutzen! Wie wäre es dazu mit dem Wedge Salad oder einem Cobb Salad? Und auch zum Picknick lassen sich diese Gebäckstücke gut mitnehmen oder serviert sie als Snack zum Super Bowl Rudelgucken! Pikante Speck Zwiebel Muffins zum Abendessen oder Brunch Die Älteren von Euch werden sich noch dran erinnern: Vor 20 Jahren wusste niemand (außer uns Ex-Austauschschülern), was Muffins überhaupt sind: Nämlich kleine, runde Kuchen aus Rührteig, die in einer speziellen Form* gebacken werden. Die man damals selbstredend nirgendwo kaufen konnte, sondern sich aus dem England- oder USA-Urlaub mitbrachte (glücklicherweise wurde damals aber auch noch kein Gepäck gewogen). Muffins werden mit Backpulver oder Natron (oder beidem) gelockert und es gibt sie in supervielen Geschmacksrichtungen von Blaubeer bis Schoko. Weniger bekannt sind die pikanten Varianten, die schneller gehen als Flammkuchen oder gar Pizza (zumindest, wenn man […]
Quesadillas sind gefüllte Tortillas: Hier landen Pulled Chicken, Mais und viel Käse zwischen den Wraps. Dazu kommen eine Limetten-Avocado-Creme und eingelegte rote Zwiebeln für ein farbenfrohes Bild. Ach, ich esse soo gerne TexMex, mexikanisch, Border Food (Hintergrund: Was ist der Unterschied zwischen TexMex & Border Food?) oder welche Ausprägung auch immer. Aber: Gibts hier auf’m Land nicht. Das nächste Restaurant ist das Enchilada in Münster (80 km Anfahrt) und mit der „neuen“ Tacokarte kommen die meinem Geschmack immerhin etwas näher. Aber insgeheim sehne ich mich nach den „mexican restaurants“ in den USA mit bottomless Chips & Salsa, chlorigem Leitungswasser aus roten Plastik-Trinkbechern, happy hour Margaritas, schlotzigen Refried Beans, automatisch mitgeliefertem Mexican Rice und den schier unendlichen „Combo Plates“ – wie auf dem Foto unten während unserer Route-66-Reise… Tscha, da muss ich wohl weiter träumen und mir mein TexMex selber zubereiten. Zum Beispiel diese mit „Pulled Chicken“, Mais und viel Käse gefüllten Weizentortillas, zu denen eine cremige Avocadosauce gehört – und als Farbtupfer die eingelegten roten Zwiebeln. Die könnt ihr in Kleinmenge nur für dieses Rezept zubereiten – aber ich empfehle euch, gleich zum Rezept Pickled Red Onions weiter zu klicken und eine große Menge anzusetzen. Die Dinger schmecken nämlich auch […]